Über das Projekt
Eine wirkliche Entdeckungsreise besteht
nicht darin, neue Länder zu entdecken,
sondern mit neuen Augen zu sehen.
(Marcel Proust, 1871-1922)
Die Idee
In der Region Fichtelgebirge und Umgebung gibt es vielfältige
Möglichkeiten für außerschulisches Lernen. Verschiedene
Einrichtungen, Verbände, Vereine und Privatpersonen bieten
zu unterschiedlichen Themen und Bedingungen Veranstaltungen im weit
gefassten Bereich der Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung an. Dadurch
haben nicht nur Lehrer/innen die Möglichkeit, den in der Schule
vorwiegend theoretisch behandelten Unterrichtsstoff aufzulockern
und zu vertiefen. Auch für Kindergärten, Gäste und
Einheimische sind Museen, Umweltbildungszentren, Lehrpfade etc.
lohnende Ausflugsziele und erhöhen die Attraktivität der
Heimat oder Urlaubsregion.
Häufig sind bestehende Unterrichts- und Freizeitangebote zur
Umweltbildung nicht bekannt. Ebenso sind Informationen zu regionalen
Materialien für Schule und Spiel zu Umweltthemen nirgendwo
gebündelt verfügbar. Aktuelle Veranstaltungen und Aktivitäten
werden meist nur in lokalen Kalendern oder Anschlägen erwähnt.
Eine umfassende und aktuelle Zusammenstellung der Anbieter- und
Angebotsvielfalt in der Region gab es bisher nicht.
Die Realisation
Durch das Medium Internet war es möglich, diese Lücke
zu schließen.
Mit der homepage www.umwelt-erle.de liegt eine an die Bedürfnisse
der Zielgruppen angepasste Übersicht vor.
Mit Hilfe von Suchfunktionen können Benutzer die Angebote nach
verschiedenen Kriterien (z.B. Umweltthema, Ort, Altersklasse etc.)
abfragen und bei Bedarf ausdrucken.
Die übersichtliche Darstellung der einzelnen Lernorte beinhaltet
Informationen zu Anreise, Ansprechpartner, Themenbereich, Dauer,
Kosten etc.
Die Internetseite wird ständig erweitert und aktualisiert.
Dabei liegt die Verantwortung für das Angebot beim jeweiligen
Ansprechpartner bzw. der Einrichtung. Entsprechend besitzen diese
den Zugang zu ihren Daten.
Institutionen oder Einzelanbieter, die noch aufgenommen werden möchten,
können über den Menüpunkt Anbieter Log-in ein Anbieterkonto
beantragen. Dieser Service ist kostenlos.
"Umwelt bewusst erleben" ist ein Projekt der Wohlfühlregion
Fichtelgebirge e.V. in Zusammenarbeit mit der Agenda 21 im Landkreis
Bayreuth. Die Finanzierung erfolgte durch das EU-Programm LEADER+,
den Freistaat Bayern und den Landkreis Bayreuth.
Hintergrund – Entstehungsgeschichte
„Als das Wünschen noch geholfen hat“,
so beginnen nicht nur viele Märchen, sondern auch die Geschichte
des Projektes umweltbewusst erleben.
Rückblende: Es ist Mai 2004, in der Gesamtschule Hollfeld
entsteht das spirituelle Kunstwerk "Erde des Wandels"
des Hollfelder Künstlers Axel Luther . Die Akteure sind Schulkinder,
der Anlass ein Aktionstag der Agenda 21 im Landkreis Bayreuth, das
Motto: Wünsche für die Erde - Wirken in der Region".
500 Holztafeln mit Zukunftswünschen von Kindern werden so innerhalb
einer metallischen Erdkugel zusammengefügt, dass sich am Ende
das dreidimensionale bunte Abbild einer „Welt des Wandels“
ergibt. Auch die Besucher des Aktionstages gestalten vor Ort eigene
Tafeln mit ihren Wünschen. Und über die speziell eingerichtete
Internetseite www.globe-of-change.de ist es (bis heute) weltweit
möglich, an diesem Kunstprojekt mitwirken.
Das Kunstwerk verband symbolisch 21 Mitmach-Stationen zu Zukunftsthemen.
Die Zahl 21 war als Anspielung auf die Agenda 21 der Vereinten Nationen
gedacht. Die Schülerteams, welche die Stationen entwarfen und
betreuten, machten dabei deutlich, dass globale Zukunftsthemen wie
z. B. der Klimaschutz auch im eigenen Umfeld zu beeinflussen sind
und wie das im Alltag gehen kann.
Einen Monat später gibt das Bayerische Landesamt für
Umweltschutz bekannt: das Projekt „Wünsche für die
Erde – Wirken in der Region“ gewinnt einen Hauptpreis
im bayernweiten Agenda 21-Wettbewerb. Preisgeld: 5.000 Euro. Bei
einer internen Abstimmung entschied sich die Mehrheit der Beteiligten,
das Preisgeld für ein Internetprojekt zu Umwelt-Lernorten zu
verwenden.
Unabhängig davon entwickelte das von der EU geförderte
Regionalmarketingbüro der „Wohlfühlregion Fichtelgebirge“
eine ähnliche Projektidee. Dort fehlten hierfür allerdings
die finanziellen Eigenmittel. Wären diese vorhanden, könnte
man denselben Betrag als EU-Zuschuss erhalten. Das Umweltbüro
„Schmidt und Wenz“ - beteiligt am Hollfelder Aktionstag
- erkannte als Erstes, dass man durch Zusammenlegung der beiden
Initiativen das Preisgeld durch EU Mittel verdoppeln könnte.
Somit war eine solide Finanzierung der Internetseite möglich
und die konkrete Ausarbeitung konnte beginnen. |